Was ist ein CMS?
Ein Content-Management-System (CMS) ist eine Software, mit der Webseiten erstellt und gepflegt werden.
Dabei werden Inhalt (Texte, Bilder, Dokumente) und Darstellung (Layout, Farben, Schriftgrößen) bewusst voneinander getrennt.
Sie geben Ihre Inhalte im sogenannten Backend ein. Das CMS sorgt anschließend dafür, dass diese Inhalte auf unterschiedlichen Geräten sinnvoll dargestellt werden.
Warum gibt es CMS?
Früher war die Erstellung von Webseiten eine rein technische Aufgabe. Wer Inhalte veröffentlichen wollte, musste programmieren können und sich mit Webtechnik auskennen.
Heute werden Webseiten überwiegend von Menschen gepflegt, deren Aufgabe es ist zu informieren, zu organisieren und zu schreiben. Ein CMS übernimmt deshalb die technische Arbeit im Hintergrund.
Sie benötigen keine Programmierkenntnisse und müssen weder HTML noch CSS oder andere Webtechnologien beherrschen.
Der zentrale Gedanke dabei ist: Inhalte sollen unabhängig davon existieren, wie sie später dargestellt werden.
Trennung von Inhalt und Gestaltung
In einem CMS kümmern Sie sich darum, was gesagt wird, nicht darum, wie es aussieht.
Die Gestaltung wird zentral vorgegeben und kann für verschiedene Geräte angepasst werden: große Bildschirme, Smartphones, Tablets oder Vorleseprogramme.
Diese Trennung macht Inhalte langlebiger und erspart spätere aufwendige Überarbeitungen.
Warum diese Trennung notwendig ist
Webseiten werden heute auf sehr unterschiedlichen Endgeräten genutzt. Was auf einem großen Bildschirm gut lesbar ist, kann auf einem Smartphone unbrauchbar sein.
Farben, Schriftgrößen und Abstände funktionieren nicht überall gleich. Auch Menschen mit Sehbeeinträchtigungen oder Nutzer von Vorleseprogrammen stellen besondere Anforderungen.
Damit Inhalte überall nutzbar bleiben, müssen sie unabhängig von einer festen Gestaltung gespeichert werden.
Was ist „Content“ wirklich?
Content ist mehr als reiner Text. Content ist Information mit Bedeutung.Eine Überschrift ist keine größere Schrift. Ein wichtiger Hinweis ist kein roter Text. Ein Absatz ist nicht nur eine Zeile mit Umbruch. Diese Bedeutungen müssen explizit gemacht werden, damit Computer und Hilfstechnologien sie verstehen können.
Warum Gestaltung allein nicht ausreicht
Im persönlichen Gespräch helfen Gestik, Mimik und Betonung. Im geschriebenen Text versuchen wir, dies durch Hervorhebungen zu ersetzen. Diese funktionieren jedoch nicht für alle Nutzer und nicht auf allen Geräten. Deshalb sollte Gestaltung nicht die Bedeutung tragen, sondern nur ihre Darstellung übernehmen.
Wie ein CMS dabei hilft
Ein CMS ist kein Textverarbeitungsprogramm. Man arbeitet nicht auf einer freien Seite, sondern füllt strukturierte Inhaltselemente. Statt Texte und Bilder exakt zu platzieren, zeichnen Sie Inhalte nach ihrer Funktion aus.
Beispiel: Text und Bild
Anstatt ein Bild an eine feste Position zu schieben, wird beschrieben, wie Text und Bild zusammengehören:
- Text mit Bildumfluss
- Text mit Bild daneben
- Text mit Bild darüber
Das CMS entscheidet später, wie diese Beziehung konkret dargestellt wird.
Beispiel: Wichtige Textstellen
Wichtige Informationen werden oft farbig markiert. Das ist problematisch bei Designwechseln oder für Vorleseprogramme. Besser ist es, Text als wichtig zu kennzeichnen. Das Design legt dann fest, wie „wichtig“ dargestellt wird – abhängig vom Endgerät.
Responsive und barrierearme Darstellung
Moderne CMS ermöglichen sogenannte responsive Webseiten. Diese passen ihre Darstellung automatisch an das verwendete Gerät an. Dazu geben Sie im Backend keine exakten Formatierungen an, sondern markieren Inhalte nach ihrer Funktion. Das ist ungewohnt, aber entscheidend für gute Nutzbarkeit und barrierearme Darstellung. Ein zusätzlicher Vorteil: Solche Seiten werden von Suchmaschinen häufig besser bewertet.
Fazit
Ein CMS zwingt dazu, weniger darüber nachzudenken, wie etwas aussieht, und mehr darüber, was etwas ist. Diese Trennung von Inhalt und Gestaltung macht Webseiten robust.
Aktuell:
Informationen zu Tools für kollaboratives Arbeiten im Homeoffice
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